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Galaxiengalerie


Bei diesen Objekten geht es gerade für Einsteiger an die Schmerzgrenze : Sie sollen etwas sehen, was nahezu unsichtbar ist und daran sollen Sie auch noch Freude haben. Es geht um die "Hohe Schule" der Astronomie , um das Gebiet, wo Sie den größten Frust, aber auch die höchste Vollendung des Hobbys, das tiefste Glücksgefühl finden können. Es geht um ferne Galaxien.


Whirlpoolgalaxie oder Strudelgalaxie im Celestron 8

Die wichtigste Vorraussetzung zum Beobachten dieser delikaten Gebilde ist ein absolut klarer Himmel und das Fehlen jeglichen Streulichts, egal ob vom Mond oder von irdischen Lichtquellen. Geben Sie Ihren Augen 1/2 Stunde Zeit, sich an die Dunkelheit zu gewöhnen, erste dann haben Sie die maimale Lichtempfindlichkeit der Augen erreicht. Für diese Objekte sollte man schon ein Teleskop mit 20 cm Öffnung haben, in Fachkreisen sagt man 8 Zoll.


DieAndromedagalaxie M31 ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt - also sehr "nahe"
und kann als einzige Galaxie mit bloßem Auge am Herbsthimmel gesehen werden.

Unsere Milchstrasse ist nur eine von über 100 Milliarden Galaxien, jede davon besteht
aus 10 bis 100.000 Millionen Einzelsterne. Wenn man die zu beobachtende Galaxie
schon einmal im Bild gesehen hat, so fällt die Beobachtung dieses "Nebelflecks" einfacher
das Beobachten muß erlernt werden. Eingeübter Beobachter sieht viel mehr Details als
ein ungeübter Beobachter.

Übrigens: Schon im großen Feldstecher ab 20x80 (ist schon ab 129,- € zu bekommen)
kann man ideal Galaxien beobachten. In meinem 25x100 Bino sind sie oftmals viel schöner
als im Teleskop


NGC 4565, eine Galaxie von der Seite


Das Triplett im Löwen, wunderschön

Im Frühjahr sehen wir quasi aus unserer Galaxie in die Tiefen des Raumes

Verglichen mit  dem Winter- oder Sommerhimmel ist der vormitternächtliche Frühlingshimmel sternenarm, denn jetzt blicken wir aus unserer Milchstraßenscheibe fast senkrecht hinaus ohne dass unser Blick durch viele Sterne, Gas- oder Staubwolken behindert wird. Zwischen den Sternbildern Bärenhüter, Löwe und Jungfrau, deren Hauptsterne Arktur, Regulus und Spica das sog. Frühlingsdreieck bilden, findet sich ein Gebiet mit relativ wenigen, lichtschwachen  Sternen, die zum Sternbild Haar (lateinisch Coma) der Berenice gehören. Betrachtet man dieses Gebiet bei sehr dunklem Himmel mit bloßem Auge oder im Fernglas, so zeigen sich zahlreiche verwaschene Lichtflecken und man könnte zunächst einen offenen Sternhaufen vermuten. Doch der Schein trügt: ein Teleskop mit höherer Auflösung oder ein Foto enthüllen, dass es sich um Ansammlungen von Galaxien handelt, um sog. Galaxienhaufen: einer im Sternbild Coma ein anderer an der Grenze zum Sternbild Jungfrau (lat. Virgo). Entsprechend werden sie Coma,- bzw. Virgohaufen genannt. Das Zentrum des Virgohaufens liegt in 54 bis 60 Millionen Lichtjahren Entfernung und ist damit fast 25mal weiter entfernt als unser galaktischer Nachbar, die Andromedaglaxie, die jedoch, wie unsere eigene Milchstraße einem anderen, wesentlich kleineren Galaxienhaufen angehört: der sog. Lokale Gruppe. Der Virgohaufen, der einen Durchmesser von ca. 15 Millionen Lichtjahren besitzt, erstreckt sich am Himmel über ein Areal von 15 Grad und ist der naheste Galaxienhaufen. Mit seinen bis zu 2000 Mitgliedern ist er zugleich einer der dichtesten. Unter seinen einzelnen Galaxien kommt es daher oft zu Wechselwirkungen, was eine starke Sternentstehungsrate in ihnen zur Folge hat.





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